)6.12.2008 2.30 Uhr
r.kendel
Die neuesten Meldungen in den nationalen wie internationalen Medien zeigen es:
Quelle u.a. SPIEGEL-Online 5.12.2008, 21.00 Uhr

Der durch die Bankenpleiten ausgelöste weltweite Kreditmangel drückt die Weltwirtschaft in die tiefe Rezession
DEUTSCHLAND massivst bedroht
Gründe
Spiegel-Online vom 5.12.2008, 21.00 Uhr:
„Die Wirtschaft in der Schockstarre: Die Notenbank schraubt den Leitzins tiefer und tiefer, aber die Unternehmen haben nichts davon. Immer mehr Konzerne klagen über Probleme, an Kredite zu kommen. Deutschland droht die tiefste Rezession seit 1949.“
Die übelste Kettenreaktion nach unten, die es gibt, setzt ein. Eine Branche nach der anderen reisst ein und reisst andere mit sich. Was sich auf nationaler Ebene, im Inland ereignet, zeigt sich ebenso international. Unternehmen bekommen für Investitionsvorhaben und zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen durch den Finanzsektor kaum noch Kredite ausgereicht.
Firmen beginnen sich von Fixkostenbelastungen zu lösen: sie stellen ihre Mitarbeiter aus. In den USA gingen nun innerhalb von nur vier Wochen eine halbe Million Arbeitsplätze verloren. Dieses gab es noch nie in den USA nach 1945. SPIEGEl Online berichtete ebenso gestern hiervon, Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,594704,00.html

Es wurde über einen Zeitraum von über 25 Jahren – vor allem im Finanzbereich – abgewirtschaft, so dieser zentrale Bereich die Realwirtschaft tödlich trifft.
Was Deutschland betrifft begann es mit der Mißwirtschaft so ziemlich während der Kanzlerschaft von Helmut Kohl (1982 – 1998). Vor allem ab 1991.
Der damalige Kanzler Helmut Kohl hat die BRD so grundlegend abgewirtschaftet wie dies Honecker mit der DDR im Verhältnis nicht getan hatte. Der andere ehemalige Kanzler – Helmut Schmidt – hat deshalb seinen Nachfolger massiv angegriffen.
Sogenannte „POSITIVDENKER“ wie der „Spitzen-Wirtschaftsweise“ Prof. Sinn (Rat der Wirtschaftsweisen) hatte es in Deutschland genug in dieser Zeit. Jedoch blieben ihre Leistungen auf der Ebene von Eingebildeten in unmittelbarer Nähe eines Kataraktes (Wasserfalles) mit ungeheuren Dimensionen.
Staatsanwaltschaften hätten bereits ab Mitte der 80er Jahre im Finanzsektor stringent ermitteln müssen – wegen Veruntreuungstatbeständen am laufenden Band. Sie unterließen dies. Nicht weil sie nicht wollten, sondern weil sie nicht durften. Politiker wie Edmund Stoiber und Helmut Kohl und die sich hinter beiden versteckt und bedeckt gehaltenen Korruptionscliquen, denen ein Milliarden Euro-Etat zu subversiven Zwecken zur Verfügung standen und stehen, mit denen sich die Koeppls seit 1980 herumschlagen, unterbanden dieses. Die Medien durften hiervon nichts berichten.
Die Gewaltentrennungsfundamente sind bei Anliegen von größtem öffentlichen Interesse ausgehebelt oder durchlöchert.
Nun ist es gemäß menschlichem Ermessen zu spät für Korrektur- und Abwehrversuche. Was die Bundesregierung, was Sarkozy, Brown und Barroso auf EU-Ebene vorschlagen, ist nichts anderes in der Wirkung als wenn ein Kapitän an Bord eines leckgeschlagenen Riesenpottes zusammen mit seiner Mannschaft mit einem einzigen Putzeimer den eindringenden Fluten Herr zu werden sucht.
In der SZ-Online schrieb ein Leser diesen veröffentlichten Kommentar am gestrigen Tag, 5.12.2008, zum Thema „Finanzkrise – Absturz vor dem Schrott„, Quelle:
http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/wirtschaft/602/450324/text/#readcomment
05.12.2008 16:46:19 enigma123: Wir erleben Historisches!
„Vor unseren Augen bricht der Kapitalismus zusammen. GUT SO! Ebenfalls gut ist, dass der Zusammenbruch für die Verantwortlichen so unerwartet und rasant kam, dass sie keine Chance hatten, diesen Zusammenbruch mit einem Krieg zu kaschieren. Jetzt haben wir die historische Chance zu begreifen, dass der Kapitalismus ein schuldengetriebenes Schneeballsystem ist, dass nur 2 mögliche Endungen hat. Die erste ist die Nummer, die in der Vergangenheit meist herhalten musste, wenn die Überschuldung nicht mehr zu tragen war, der Krieg. Diese „Lösung“ ist uns zum Glück bisher noch erspart geblieben. Wir haben jetzt dafür die seltene Chance, den Zusammenbruch einer größenwahnsinnigen Illusion namens Kapitalismus, in einer nie vorher dagewesenen Medienpräsenz ausgiebig zu genießen. Und ich betone genießen, denn jedem der bei Verstand ist, sollte bewußt sein, dass er oder sie, wenn sie nicht zu den 1-3% echten Kapitalisten gehören, nur die dumme Spiel-und Verfügungsmasse der Kapitalisten sind. Wer jetzt Angst vor dem Zusammenbruch hat, dem sei versichert, das nichts außer einer versklavenden Illusion zusammenbricht. Es werden uns weder die Arme noch die Beine abfallen. Und oh Schreck, ziemlich sicher werden wir auch den Reichtum der Susanne Klatten nicht mehr mehren, sondern uns überlegen müssen, wie wir als Menschen wieder zusammenfinden und uns Lösungen für ein weiterleben jehnseits der Megafabriken überlegen. Aber geht die Entfremdung der Menschen schon so weit, dass sie sich selbst außerhalb einer Fabrik für nicht mehr lebensfähig halten? Hat die Propaganda der Politik und der Kapitalisten so nachhaltig gewirkt? Die Bevölkerung sollte nicht die Angst haben, die man ihr von politischer Seite versucht einzureden. Fangt lieber an euch echte Alternativen zu überlegen. Kommt aus eurem Dämmerschlaf. Je früher desto besser.“
KOMMENTAR-ENDE
R.Kend schrieb 05.12.2008 16:23:55 Robert Kend: Billionenschäden? WELTKRIEG?
Zu den Schäden in der Finanzwirtschaft treten die Schäden in der Realwirtschaft, die sozialen Schäden, die ökologischen Schäden.
Dann sind die Schäden zu addieren, die durch den illegalen Ausverkauf von Staatseigentum, sprich Volkseigentum entstanden. Viele öffentliche Einrichtungen wurden an dubiose Finanzspekulanten verscherbelt. Die Rentenkassen geplündert.
Der Staat wurde als Ganzes geplündert. Viele seiner Bürger ebenso. So etwas hat es in der gesamten Weltgeschichte noch nicht gegeben, daß ganze Völkergemeinschaften ausgeraubt werden konnten. DAS IST KRIEG, TERROR, DAS IST WELTKRIEG!
ENDE des Kommentars
Es gab dazu viele andere Leserkommentierungen, die sehr viel deutlicher blieben als dies Redaktionen zu sagen wagen.
Währendessen nun tönt es im Bayerischen Rundfunk, vor allem im Programm B5, immer noch neokonservatistisch, sprich ausbeuterisch, expansionistisch made in Bush-USA & British-Empire. Die Sprecher sind für diese Art von Propaganda extra ausgesucht oder zumindest klingen sie danach. Diese Sprecher hatten schon den Irakkrieg von 2002 bis 2005 hochgejubelt. Entschuldigt hat sich der Sender nicht dafür, dass er wiederholt Bush kraft geringer eigener Recherchen auf den Leim gegangen war.
r.kendel
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