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Die sich Christen nennen und passiv blieben (bleiben)

In Wegsehhaltung von Deutschen on Juni 13, 2010 at 3:29 pm

Apokalypse Öl, SPIEGEL-Online am 13-6-2010

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,699767,00.html

Ein Christ:  „Ich muß zuversichtlich bleiben!“

> Solange er denken kann, ist Floyd Lasseigne Fischer auf Grand Isle vor der Küste Louisianas. Jetzt muss er mit ansehen, wie die Ölpest im Golf von Mexiko sein Leben zerstört. „Die ganze Sache macht mich krank,“ sagte der 46-Jährige. <

> „Vessels of Opportunity“ nennt der Ölriese das Programm, als gäbe es eine Gelegenheit zu ergreifen. BP zahlt den Fischern gutes Geld. Doch gerade mussten vier von ihnen ins Krankenhaus, weil sie mit jener Chemikalie in Kontakt kamen, die das Öl binden soll. Lasseigne hat nicht bei BP unterzeichnet. „Ich verliere gerade meine Lebensgrundlage“, sagt er, „ich will nicht auch noch mein Leben verlieren, nur weil ich mit dem Öl arbeite“. <

> „Obama muss mehr Druck auf BP ausüben“, sagt er. Und ja, natürlich ist die Wut groß hier auf die Firma und BP-Chef Tony Hayward.

Überall hängen auf Grand Isle die selbst gemalten Plakate am Straßenrand. „BP, Du hast unsere Zukunft und unser Erbe ruiniert“; „BP, Du tötest unsere Tiere und unser Ökosystem“. <

>  „Ich glaube nicht, dass ich lange genug leben werden, um noch zu sehen, wie das hier wieder zu dem wird, was es einmal war“. <

> Als der Fischer anlegt, kommt seine Frau hinzu. Werden Sie BP verklagen? „Wir glauben nicht an Anwälte“, sagt Julie Lasseigne, Fischerin von Grand Isle, Louisiana, und nun im Clinch mit dem Ölriesen BP: „Wir sind gläubige Katholiken; Gott wird uns den Weg weisen.“ <

Solange diese vielen Christen, diese vielen Religiösen oder die, die sich als solche bezeichnen, passiv bleiben, den bequemen Weg gehen und bestenfalls nur beten und nicht demgemäß handeln, wird die Apokalypse, von welcher nun selbst die SZ heute am 13.6.10 schreibt („Apokalypse in  Öl„, SZ-Online 13.6.2010), vonstatten gehen.

Diese Flüchte ins Beten reichen dann nicht, wenn nicht eine demgemäße Vita dahinter. Beten und opfern, was bedeutet, handeln. Beides gehört zusammen. Wer nur betend am Uferrand und nicht tatkräftig mithilft, der ist ein Bequemer. Ein anderes Ding ist, sofern eine/einer in seinem Leben viele Mühen auf sich nahm und daher ihr/sein Gebet auch ein hohes und wirkungsreiches ist. Das eben gibt es in der Tat auch.

nadja 13-6-2010

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