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BUCH *MRCA-TORNADO*

>MRCA-TORNADO< (1979)

Wichtig: Zusammen mit den Büchern ANTARIS und DWGM wurden die heutigen Massenarmutstendenzen (Weltfinanzkatastrophe) in diesem Werk faktisch vorausgezeichnet. In Vorträgen J.B.Koeppls in Washington und Berlin warnte dieser vor den Folgen exorbitanter Verschwendung von Steuergeldern in Höhen von hunderten Milliarden USD . . .

Rüstungsmanagement und

Verteidigungsfähigkeit der NATO-Staaten

Eine Problemanalyse unter besonderer Berücksichtigung des trilateralen europäischen NATO-Programms

MRCA-TORNADO, 1979

Autor: J.B.Koeppl, München

Das Werk ist identisch mit einer gleichnamigen Promotionsarbeit am Geschwister-Scholl-Institut (GSI), Lehrstuhl für Politologie, Ludwigs-Maximilian-Universität München (LMU). Die Promotionsarbeit wurde unter Prof. Dr. Heinz L a u f e r geschrieben. Dieser besaß einen derartigen Mut der Vergabe eines solchen Themas, welches zur Aufdeckung einer gewaltigen, milliardenschweren Korruption führte.

Aus dem Buch:

Das Streben nach überteuerten und hochkomplexen, dubiosen, nicht überschaubaren Waffensystemen wird von den zuständigen Ministerien geradezu belohnt.

Die Verschwendungen führten im Verlauf der Jahrzehnte zu Verlusten von vielen hunderten Milliarden Dollar. Sie dürften zudem die Existenz des Westens gefährden.

Wie wohl wahr, wie nun jetzt in 2008 – nach knapp 30 Jahren – jedermann zu erkennen vermag.

Extreme Egoismen haben sich der Staaten, die eigentlich dem Gesamtwohl zu dienen haben, bemächtigt und ruiniert.

Seite 134 und 136 i.V. m. 138 f :

Die Natostaaten kommen in Gefahr, da sie bewußt Monopolanbieter (Zerstörung echter Wettbewerbe) schaffen, die Ineffizienzen aufbauen.

Kommentar: gemeint also Steuergelderverschwendungen, durch die die öffentlichen Haushalte in Gefahr geraten (Tendenzen zu hoher Staatsverschuldung).

Zwischen 1964 und 1975 (Zeitraum von lediglich 11 Jahren) ergäben sich Ineffizienzen (vermeidbare Steuergelderverschwendungen) in Höhen von ca, 200 Mrd. USD in allen Staaten der Nato zusammen.

Unberücksicht bleibt, dass durch Ineffizienzen der gesamte technologische Fortschritt verlangsamt wird.

Kommentar: Werden Ineffizienzen in anderen investiven staatlichen Bereichen (Gesamtinvestitionen, das heisst etwa in der BRD bei Bund/Länder/Kommunen) wie die weiteren Staatsausgaben, aufgeschlüsselt nach einzelnen Haushaltsposten, einbezogen, deren Gesamtetat bei weitem den der Rüstung übersteigt, kommen Summen zusammen, die in Höhen von Billionen USD liegen und alle zu Lasten der steuerzahlenden westlichen Bevölkerungen gehen.

Man möge daraus das Bereicherungspotential, damit auch Anziehungspotential für Bereicherer (Egoismen/Lobbyismen) erkennen.

Natürlich uneinbezogen die Summen, die direkt, ohne Umweg über Steuergelder, den Bevölkerungen mehr oder weniger ohne zusammenhängende Kenntnisnahme entzogen werden. Beispiel: Energiekosten.

Zur TORNADOAFFAIRE 1979-1982, die mit zum Sturz der Regierung Helmut Schmidt führte . . . und einen sehr viel dreisteren Helmut (Kohl) an die Machthebeln (Regierung) des Pottes „BRD“ spülte . . .

ehemals veröffentlicht unter der Internet-Adresse (URL):

http://www.zeit.de/archiv/1982/11/Zt19820312_005_0014_P

(c) DIE ZEIT 1982

„Tornado“-Affäre – Vertuschte Wahrheit

Der Untersuchungsbericht trifft nicht den Kern des Skandals

Schueler, Hans

Nun wissen wir es: Kaum war die eierlegende Wollmilchsau zuchtreif, da fehlten ihr mit einem Mal Kopf und Schwanz. Ausgerechnet die Briten hatten es versäumt, ihren so wichtigen Beitrag zum bislang größten Gemeinschaftsprojekt des europäischen Marktes pünktlich abzuliefern. Die Deutschen bauten derweil munter Rippenstücke und Vorderschinken, die Italiener Flügel – und das alles über ein Jahr lang auf Halde. Das Schwein kann nämlich auch fliegen oder vielmehr: Es kann dies nicht, solange ihm Kopf und Hinterteil fehlen.

Viel bleibt nicht mehr zu erraten: Es handelt sich um das Wunderflugzeug „Tornado“, ein englisch-deutsch-italienisches Gemeinschaftsprojekt, vor der Taufe „Multi Role Combat Aircraft“ (MRCA) genannt. Von ihm wird das Mit-Mutterland Bundesrepublik schon jetzt massiv heimgesucht, noch ehe seriengefertigte „Tornados“ den Schlaf seiner Bürger durch nächtliche Massentiefflüge beeinträchtigen können.

Das trinationale Rüstungsunternehmen, nach Helmut Schmidt „das größte seit Christi Geburt“, ist finanziell und technisch unter den Herstellerländern aufgeteilt: Der deutsche Rüstungskonzern Messerschmidt-Bölkow-Blohm baut das Rumpfmittelteil und den dazugehörigen Flügelmittelkasten aus Titan mit Schwenklagern und starrem Innenflügel, die British Aircraft Corporation das Rumpfvorderteil einschließlich Cockpit und das Heck mit Höhen- und Seitenruder, Fiat die Flügel. Abgerechnet wird, entsprechend den nationalen Anteilen an Entwicklung und Produktion, über eine in München residierende Agentur, wobei wenigstens seit Aufnahme der Serienproduktion das altbewährte Prinzip gilt: “ Fly before buy “ – zu deutsch: Erst fliegen, dann kaufen. Der Preis eines Serienflugzeugs wird für das Abnehmerland erst dann fällig, wenn das komplette Flugzeug vor der Halle steht.

In den ersten Produktionsjahren 1977/78 kamen die Briten mit der Lieferung ihrer „Tornado“-Schnauzen und „Tornado“-Schwänze in Verzug, weil monatelange Streiks die Flugzeugindustrie der Insel lahmlegten. Infolgedessen konnten weniger fertige Maschinen als bestellt ausgeliefert werden; also brauchten die Verteidigungsminister der Partnerländer auch weniger zu bezahlen. In der Bundesrepublik führte dies zu dem verhängnisvollen Ende, daß im Verteidigungsetat von 1978 ganze 350 Millionen Mark wegen nicht gelieferter „Tornados“ übrigblieben. Das deutsche Haushaltsrecht erlaubt aber keine Überbleibsel in der Börse irgendeines Ministers (nicht einmal in der eines Stadtkämmerers).

Anzeige

So kam es bei uns zur „Tornado“-Affäre: Vermeintlich gewitzt durch die britische Schlamperei und deren Konsequenzen nach deutschem Haushaltsrecht, kürzten die Verantwortlichen für das „Tornado“-Programm auf der Bonner Hardthöhe 1979 vorsorglich ihre Ansprüche an den Haushalt des nächsten und auch noch an den des übernächsten Jahres. Sie glaubten nicht daran, daß die „Halde“ der von Deutschland und Italien vorproduzierten Teile von den Engländern aufgearbeitet und der Rückstand aufgeholt würde.

Doch die Engländer arbeiteten auf. Das „Tornado“-Programm kam wieder in die Reihe, der deutsche Verteidigungshaushalt in Verzug – im letzten Jahr mit mehr als 800 Millionen Mark. Bundesverteidigungsminister Hans Apel geriet in die Bredouille, weil ihm sein Finanzkollege Matthöfer kein Geld für Unterdeckung und Mehrbedarf geben wollte; die Bundeswehr mußte andere Beschaffungsvorhaben strecken und sogar am Flugsprit sparen, um jede irgend erreichbare Mark in das „Tornado“-Loch zu stopfen.

Das ist der wirkliche Kern des Skandals, der vor ziemlich genau einem Jahr den Verteidigungsausschuß des Bundestages dazu bewog, sich als Untersuchungsausschuß zu etablieren und den Gründen für die Finanzierungsmisere beim „Tornado“ nachzuspüren. Die parlamentarische Opposition wollte denn auch von Anfang an, zum Hauptgegenstand der Untersuchung die Frage machen, „zu welchem Zeitpunkt und in welchem Umfang“ dem Bundesverteidigungsminister „Informationen, Hinweise oder Erkenntnisse über tatsächliche oder vermeintliche Planungs- oder Finanzierungsprobleme im Zusammenhang mit dem Waffensystem MRCA-Tornado“ vorlagen.

Es gelang ihr nicht. Die Koalitionsmehrheit zwang ihr ein überholtes Thema auf, worüber man im diese Woche vorgelegten Mehrheitsbericht des Untersuchungsausschusses viel Belangloses lesen kann: Ob das Waffensystem MRCA Tornado auch aus heutiger Sicht verteidigungspolitisch noch sinnvoll sei. Natürlich ist es sinnvoll; anders kann es gar nicht sein. Denn der Punkt, von dem an bei einem Beschaffungsvorhaben dieser Größe – für die Bundesrepublik erreicht es knapp das Volumen des Verteidigungshaushaltes eines Jahres – niemand mehr zurücktreten kann, war schon längst überschritten, als die Finanzprobleme sich abzeichneten.

Deshalb kommt es schon sehr bald darauf an, wann der Minister davon erfuhr oder hätte erfahren können. Denn ihm wäre dann jedenfalls rechtzeitig klargeworden, daß die Gesamtplanung der Bundeswehr – und damit ihre Verteidigungsbereitschaft – von Störungen in einem Programm von der Größenordnung des „Tornado“ in Mitleidenschaft gezogen werden kann.

Mit dieser Gesamtplanung aber hapert es offenbar seit langem. Das Bundesverteidigungsministerium auf der Bonner Hardthöhe ist samt seinen nachgeordneten Behörden – vor allem dem Beschaffungsamt – im Verlauf von nahezu dreissig Jahren zu einem Wasserkopf gediehen.

Der Ausschußbericht macht dies selbst in der Fassung der Koalitionsmehrheit erschreckend deutlich. Gefragt war nach dem Informationsstand über „Tornado“ von der unteren bis zur obersten „Leitungsebene“. Dazu heißt es: „Dieser Darstellung liegt die Erwägung zugrunde, daß der Minister nicht mehr wissen konnte als seine Staatssekretäre, diese nicht mehr als die ihnen zuarbeitende Arbeitsebene und, daß, was auf Arbeitsebene ungeklärt und widersprüchlich war, sich auf der Ministerebene nicht als Gewißheit wiederfinden konnte.“ Einleuchtend.

Im Zusammenhang mit der „Ministerebene“ – die doch gar keine mehr ist, sondern nur einen Menschen auf einem Stuhl hat – spielte schon immer die Planungskompetenz des Generalinspekteurs der Bundeswehr für Beschaffungsvorhaben aller drei Teilstreitkräfte eine wichtige Rolle. Präzise geregelt war und ist sie für den obersten Soldaten der Bundeswehr bis heute nicht. Daraus könnte sich eine späte Rechtfertigung für den Abschied des aus der Luftwaffe stammenden Generalinspekteurs Harald Wust ergeben, wie immer man zu ihm steht. Wust hatte seinem Minister im Rücktrittsbrief vom 28. November 1978 geschrieben, seine – des Generalinspekteurs – Funktion schließe „die Gesamtverantwortung für die Bundeswehrplanung im Verteidigungsministerium als „Pilotaufgabe‘ ein“. Und er hatte sich beschwert, daß ihm diese Planungsverantwortung nicht mehr ermöglicht werde. Damals ging es vor allem um die deutsche Beteiligung am Radarüberwachungssystem AWACS und um eine neue Heeresstruktur, noch nicht so sehr um das „Tornado“-Programm.

Aber irgendwie muß Wust geahnt haben, wo der Wurm im Ministerium saß – und er traf sogar den Nerv des Ministers. Denn Hans Apel gab vor dem Verteidigungsausschuß Unwahres zu Protokoll: „Bei den Gründen, die Harald Wust in seinem Brief an den Minister mit der Bitte um Versetzung in den Ruhestand anführte, spielte die Planung der Bundeswehr keine Rolle.“

Harald Wust kann dies, siehe oben, mit gutem Recht behaupten. Und es ist peinlich für den Verteidigungsminister und die Mehrheit des Untersuchungsausschusses, daß auch bei der „Tornado“-Finanzierungsaffäre frühzeitige. Warnungen des Wust-Nachfolgers und heutigen Generalinspekteurs der Bundeswehr, Brandt, auf höchster Ebene unbeachtet blieben: Mit einem Schreiben vom Juni 1979 hatte Brandt bereits auf die drohende Unterdeckung im Verteidigungshaushalt allgemein und auf die Konsequenzen für die Verteidigungsbereitschaft der Bundeswehr hingewiesen. Für das „Tornado“-Programm forderte er „die Bereitstellung zusätzlicher Mittel“.

Der Haushalts-Staatssekretär Hiehle enthielt das Schreiben seinem Minister vor: „Die planerische Sicht des Generalinspekteurs gibt naturgemäß ein zu negatives Bild.“ Ein Jahr später, am 28. Mai 1980, verfaßte Generalinspekteur Brandt eine Ministervorlage zur „Unterrichtung über die Diskrepanz zwischen mittelfristig erforderlichen und den voraussichtlich im Haushaltsvoranschlag 1981 verfügbaren Mitteln“. Darin verlangte er ausdrücklich, „Ende des Jahres neue Prioritäten zu setzen“. Doch der Generalinspekteur rangierte unterhalb der „Leitungsebene“. Auch seine zweite Warnung wurde überhört.

Wann Hans Apel wirklich erfahren hat, wie es um die Finanzierung des „Tornado“-Projekts steht, ist aus dem Bericht der Ausschuß-Mehrheit nicht glaubwürdig zu erfahren. Er liest sich über 400 Seiten eher wie ein Lehrstück über Möglichkeiten zur Verdunklung der Wahrheit. Der Opposition ist nicht zu verübeln, daß sie keines seiner Kapitel mitunterzeichnen mag, weil sie sich im ganzen übers Ohr gehauen fühlt. Die Wahrheit dürfte sein, daß erst eine schriftliche Anfrage des CDU-Verteidigungsexperten Manfred Wörner beim Verteidigungsministerium vom September 1980 zur „Tornado“-Finanzierung den Minister mobil machte und seine Wasserköpfe auf Trab brachte. Doch auf Wörners Brief fand sich der handschriftliche Ministervermerk: „Erst nach der Wahl beantworten.“

DIE ZEIT, 1982

Die TORNADO-Milliarden-Verschwendungs-AFFAIRE wird durch Massenmedien inzwischen längst unterdrückt:

Stand 04.12.2004

Es ist so, dass unter http://www.Google.de kaum noch ein Eintrag zur Tornado Affaire zu finden ist. Beweis:

http://www.google.de/search?hl=de&q=MRCA+Tornado-Aff%C3%A4re&btnG=Suche&meta=lr%3Dlang_de

Die westliche Presse versucht ihrer Verantwortung zu entkommen – mittels Methoden von Diktaturen. Gleichzeitig wirft sie anderen Staaten diese vor und tut auf echte Demokratie (Beispiel Ukraine). Die Doppelmoral des Westens ist unerträglich!

http://www.constantin-v-antaris.de/gaestebuch/index.html

Name: Recherche13

Datum: Sonntag, 5 Dezember, 2004 um 02:55:27
Kommentar:

Weil die Dokumente zur TORNADO AFFAIRE (gigantische Rüstungs-, sprich Steuergelderverschwendung) nach und nach verschwinden, sie dieses aus dem Archiv von DIE ZEIT für die Nachwelt erhalten: :::::::::::::::::::::::: Zur TORNADOAFFAIRE 1979-1982, die mit zum Sturz der Regierung Helmut Schmidt führte . . . und einen sehr viel dreisteren Helmut (Kohl) an die Machthebeln (Regierung) des Pottes „BRD“ spülte :::::::::::::::::::::: Antwort auf: DAS VOLK ENTMACHTET – Beispiel Bundeswehr – von Beobachter ::::::::::::::::::::::::::: TORNADO AFFAIRE 1979-1982 Zur TORNADOAFFAIRE 1979-1982, die mit zum Sturz der Regierung Helmut Schmidt führte . . . und einen sehr viel dreisteren Helmut (Kohl) an die Machthebeln (Regierung) des Pottes „BRD“ spülte ::::::::::::::::::::::::: Vorweg zum Gästebuch dieser Homepage: 04.12.04 Ein Schreiber im Gästebuch von der Internet-Homepage constantin-v-antaris.de schreibt wie Hilmer, dieser prince-of-the-night, und er trägt zynisch vor, dass er zur Tornadoaffaire nichts fand und schon gar nichts zu einem Bruno Koeppl. Ich recherchierte dann selbst und fand tatsächlich, dass man allseits die Tornadoaffaire zu unterdrücken, ja auszulöschen sucht und auch keinen Namen Köppl oder Koeppl finden kann. Versuchen diese Medienmächte ihre Vergangenheit und Verantwortung zu löschen? :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: http://www.zeit.de/archiv/1982/11/Zt19820312_005_0014_P ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: (c) DIE ZEIT 1982 ::::::::::::::::::::::::::::::::::: „Tornado“-Affäre : ::::::::::: Vertuschte Wahrheit ::::::::::::: Der Untersuchungsbericht trifft nicht den Kern des Skandals von Schueler, Hans Nun wissen wir es: Kaum war die eieriegende Wollmilchsau zuchtreif, da fehlten ihr mit einem Mal Kopf und Schwanz. Ausgerechnet die Briten hatten es versäumt, ihren so wichtigen Beitrag zum bislang größten Gemeinschaftsprojekt des europäischen Marktes pünktlich abzuliefern. Die Deutschen bauten derweil munter Rippenstücke und Vorderschinken, die Italiener Flügel – und das alles über ein Jahr lang auf Halde. Das Schwein kann nämlich auch fliegen oder vielmehr: Es kann dies nicht, solange ihm Kopf und Hinterteil fehlen. Viel bleibt nicht mehr zu erraten: Es handelt sich um das Wunderflugzeug „Tornado“, ein englisch-deutsch-italienisches Gemeinschaftsprojekt, vor der Taufe „Multi Role Combat Aircraft“ (MRCA) genannt. Von ihm wird das Mit-Mutterland Bundesrepublik schon jetzt massiv heimgesucht, noch ehe seriengefertigte „Tornados“ den Schlaf seiner Bürger durch nächtliche Massentiefflüge beeinträchtigen können. Das trinationale Rüstungsunternehmen, nach H e l m u t S c h m i d t „das größte seit Christi Geburt“, ist finanziell und technisch unter den Herstellerländern aufgeteilt: Der deutsche Rüstungskonzern Messerschmidt-Bölkow-Blohm baut das Rumpfmittelteil und den dazugehörigen Flügelmittelkasten aus Titan mit Schwenklagern und starrem Innenflügel, die British Aircraft Corporation das Rumpfvorderteil einschließlich Cockpit und das Heck mit Höhen- und Seitenruder, Fiat die Flügel. Abgerechnet wird, entsprechend den nationalen Anteilen an Entwicklung und Produktion, über eine in München residierende Agentur, wobei wenigstens seit Aufnahme der Serienproduktion das altbewährte Prinzip gilt: “ Fly before buy “ – zu deutsch: Erst fliegen, dann kaufen. Der Preis eines Serienflugzeugs wird für das Abnehmerland erst dann fällig, wenn das komplette Flugzeug vor der Halle steht. In den ersten Produktionsjahren 1977/78 kamen die Briten mit der Lieferung ihrer „Tornado“-Schnauzen und „Tornado“-Schwänze in Verzug, weil monatelange Streiks die Flugzeugindustrie der Insel lahmlegten. Infolgedessen konnten weniger fertige Maschinen als bestellt ausgeliefert werden; also brauchten die Verteidigungsminister der Partnerländer auch weniger zu bezahlen. In der Bundesrepublik führte dies zu dem verhängnisvollen Ende, daß im Verteidigungsetat von 1978 ganze 350 Millionen Mark wegen nicht gelieferter „Tornados“ übrigblieben. Das deutsche Haushaltsrecht erlaubt aber keine Überbleibsel in der Börse irgendeines Ministers (nicht einmal in der eines Stadtkämmerers). Anzeige So kam es bei uns zur „Tornado“-Affäre: Vermeintlich gewitzt durch die britische Schlamperei und deren Konsequenzen nach deutschem Haushaltsrecht, kürzten die Verantwortlichen für das „Tornado“-Programm auf der Bonner Hardthöhe 1979 vorsorglich ihre Ansprüche an den Haushalt des nächsten und auch noch an den des übernächsten Jahres. Sie glaubten nicht daran, daß die „Halde“ der von Deutschland und Italien vorproduzierten Teile von den Engländern aufgearbeitet und der Rückstand aufgeholt würde. Doch die Engländer arbeiteten auf. Das „Tornado“-Programm kam wieder in die Reihe, der deutsche Verteidigungshaushalt in Verzug – im letzten Jahr mit mehr als 800 Millionen Mark. Bundesverteidigungsminister Hans Apel geriet in die Bredouille, weil ihm sein Finanzkollege Matthöfer kein Geld für Unterdeckung und Mehrbedarf geben wollte; die Bundeswehr mußte andere Beschaffungsvorhaben strecken und sogar am Flugsprit sparen, um jede irgend erreichbare Mark in das „Tornado“-Loch zu stopfen. Das ist der wirkliche Kern des Skandals, der vor ziemlich genau einem Jahr den Verteidigungsausschuß des Bundestages dazu bewog, sich als Untersuchungsausschuß zu etablieren und den Gründen für die Finanzierungsmisere beim „Tornado“ nachzuspüren. Die parlamentarische Opposition wollte denn auch von Anfang an, zum Hauptgegenstand der Untersuchung die Frage machen, „zu welchem Zeitpunkt und in welchem Umfang“ dem Bundesverteidigungsminister „Informationen, Hinweise oder Erkenntnisse über tatsächliche oder vermeintliche Planungs- oder Finanzierungsprobleme im Zusammenhang mit dem Waffensystem MRCA-Tornado“ vorlagen. Es gelang ihr nicht. Die Koalitionsmehrheit zwang ihr ein überholtes Thema auf, worüber man im diese Woche vorgelegten Mehrheitsbericht des Untersuchungsausschusses viel Belangloses lesen kann: Ob das Waffensystem MRCA Tornado auch aus heutiger Sicht verteidigungspolitisch noch sinnvoll sei. Natürlich ist es sinnvoll; anders kann es gar nicht sein. Denn der Punkt, von dem an bei einem Beschaffungsvorhaben dieser Größe – für die Bundesrepublik erreicht es knapp das Volumen des Verteidigungshaushaltes eines Jahres – niemand mehr zurücktreten kann, war schon längst überschritten, als die Finanzprobleme sich abzeichneten. Deshalb kommt es schon sehr bald darauf an, wann der Minister davon erfuhr oder hätte erfahren können. Denn ihm wäre dann jedenfalls rechtzeitig klargeworden, daß die Gesamtplanung der Bundeswehr – und damit ihre Verteidigungsbereitschaft – von Störungen in einem Programm von der Größenordnung des „Tornado“ in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Mit dieser Gesamtplanung aber hapert es offenbar seit langem. Das Bundesverteidigungsministerium auf der Bonner Hardthöhe ist samt seinen nachgeordneten Behörden – vor allem dem Beschaffungsamt – im Verlauf von nahezu dreissig Jahren zu einem Wasserkopf gediehen. Der Ausschußbericht macht dies selbst in der Fassung der Koalitionsmehrheit erschreckend deutlich. Gefragt war nach dem Informationsstand über „Tornado“ von der unteren bis zur obersten „Leitungsebene“. Dazu heißt es: „Dieser Darstellung liegt die Erwägung zugrunde, daß der Minister nicht mehr wissen konnte als seine Staatssekretäre, diese nicht mehr als die ihnen zuarbeitende Arbeitsebene und, daß, was auf Arbeitsebene ungeklärt und widersprüchlich war, sich auf der Ministerebene nicht als Gewißheit wiederfinden konnte.“ Einleuchtend. Im Zusammenhang mit der „Ministerebene“ – die doch gar keine mehr ist, sondern nur einen Menschen auf einem Stuhl hat – spielte schon immer die Planungskompetenz des Generalinspekteurs der Bundeswehr für Beschaffungsvorhaben aller drei Teilstreitkräfte eine wichtige Rolle. Präzise geregelt war und ist sie für den obersten Soldaten der Bundeswehr bis heute nicht. Daraus könnte sich eine späte Rechtfertigung für den Abschied des aus der Luftwaffe stammenden Generalinspekteurs Harald Wust ergeben, wie immer man zu ihm steht. Wust hatte seinem Minister im Rücktrittsbrief vom 28. November 1978 geschrieben, seine – des Generalinspekteurs – Funktion schließe „die Gesamtverantwortung für die Bundeswehrplanung im Verteidigungsministerium als „Pilotaufgabe‘ ein“. Und er hatte sich beschwert, daß ihm diese Planungsverantwortung nicht mehr ermöglicht werde. Damals ging es vor allem um die deutsche Beteiligung am Radarüberwachungssystem AWACS und um eine neue Heeresstruktur, noch nicht so sehr um das „Tornado“-Programm. Aber irgendwie muß Wust geahnt haben, wo der Wurm im Ministerium saß – und er traf sogar den Nerv des Ministers. Denn Hans Apel gab vor dem Verteidigungsausschuß Unwahres zu Protokoll: „Bei den Gründen, die Harald Wust in seinem Brief an den Minister mit der Bitte um Versetzung in den Ruhestand anführte, spielte die Planung der Bundeswehr keine Rolle.“ Harald Wust kann dies, siehe oben, mit gutem Recht behaupten. Und es ist peinlich für den Verteidigungsminister und die Mehrheit des Untersuchungsausschusses, daß auch bei der „Tornado“-Finanzierungsaffäre frühzeitige. Warnungen des Wust-Nachfolgers und heutigen Generalinspekteurs der Bundeswehr, Brandt, auf höchster Ebene unbeachtet blieben: Mit einem Schreiben vom Juni 1979 hatte Brandt bereits auf die drohende Unterdeckung im Verteidigungshaushalt allgemein und auf die Konsequenzen für die Verteidigungsbereitschaft der Bundeswehr hingewiesen. Für das „Tornado“-Programm forderte er „die Bereitstellung zusätzlicher Mittel“. Der Haushalts-Staatssekretär Hiehle enthielt das Schreiben seinem Minister vor: „Die planerische Sicht des Generalinspekteurs gibt naturgemäß ein zu negatives Bild.“ Ein Jahr später, am 28. Mai 1980, verfaßte Generalinspekteur Brandt eine Ministervorlage zur „Unterrichtung über die Diskrepanz zwischen mittelfristig erforderlichen und den voraussichtlich im Haushaltsvoranschlag 1981 verfügbaren Mitteln“. Darin verlangte er ausdrücklich, „Ende des Jahres neue Prioritäten zu setzen“. Doch der Generalinspekteur rangierte unterhalb der „Leitungsebene“. Auch seine zweite Warnung wurde überhört. Wann Hans Apel wirklich erfahren hat, wie es um die Finanzierung des „Tornado“-Projekts steht, ist aus dem Bericht der Ausschuß-Mehrheit nicht glaubwürdig zu erfahren. Er liest sich über 400 Seiten eher wie ein Lehrstück über Möglichkeiten zur Verdunklung der Wahrheit. Der Opposition ist nicht zu verübeln, daß sie keines seiner Kapitel mitunterzeichnen mag, weil sie sich im ganzen übers Ohr gehauen fühlt. Die Wahrheit dürfte sein, daß erst eine schriftliche Anfrage des CDU-Verteidigungsexperten Manfred Wörner beim Verteidigungsministerium vom September 1980 zur „Tornado“-Finanzierung den Minister mobil machte und seine Wasserköpfe auf Trab brachte. Doch auf Wörners Brief fand sich der handschriftliche Ministervermerk: „Erst nach der Wahl beantworten.“ :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Stand 04.12.2004 Tatsächlich ist es so, dass man unter Google kaum noch einen Eintrag zur Tornado Affaire findet. Beweis: http://www.google.de/search?hl=de&q=MRCA+Tornado-Aff%C3%A4re&btnG=Suche&meta=lr%3Dlang_de :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Die westliche Presse versucht ihrer Verantwortung zu entkommen – mittels Methoden von Diktaturen. Gleichzeitig wirft sie anderen Staaten diese vor und tut auf echte Demokratie (Beispiel Ukraine). Die Doppelmoral des Westens ist unerträglich! ::::::::::::::::::: Recherche13


Name: Weshalb sollte Wahrheit sich verstecken?

Datum: Samstag, 4 Dezember, 2004 um 17:28:42
Kommentar:

>< http://www.zeit.de/archiv/1982/11/Zt19820312_005_0014_P


Name: ca-news
Email: ca-antaris-news@email.de

Datum: Samstag, 4 Dezember, 2004 um 15:54:52
Kommentar:

TORNADOAFFAIRE und J.B.Köppl – Reste von Veröffentlichungen nach dieser Zeit von 24 Jahren (1980 ff): http://www.uni-muenster.de/PeaCon/wuf/wf-90/9020701m.htm Deutsche Bundestagsdrucksache (1980)


Name: ca-news
Email: ca-antaris-news@email.de

Datum: Samstag, 4 Dezember, 2004 um 15:39:21
Kommentar:

Kanzler Helmut Schmidt trat auf Grund eines jahrewährenden Zermürbungsprozesses im Herbst 1982 nach einem Mißtrauensvotum des Parlaments zurück. Da hatte die TORNADOAFFAIRE (Verschwendung von Rüstungsmilliarden) eine beträchtliche Rolle gespielt. ca

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